Training für Führungskräfte

Presse  Teamtraining  Leitung  Fragen  Referenzen  Anmeldung  Bücher  Impressum

Managerspiegel

Das Pferd als Spiegel für Führungskräfte

von Gerhard J. Krebs  M.A.

"Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat." Diese Erkenntnis René Descartes' trifft in leicht abgewandelter Form auch auf Manager bezüglich vorhandener Führungseigenschaften zu. Die daraus erwachsenden Probleme sind vielschichtig. Schwächen in der Führung, denen man sich selbst nicht bewusst ist, wirken sich früher oder später aus. Ziele werden nicht erreicht, Projekttermine platzen, Mitarbeiter sind unzufrieden, der geplante Karrieresprung geht daneben.

Ein klares, eindeutiges und rechtzeitiges Feedback ist zur eigenen Standortbestimmung von allergrößter Bedeutung. Aber Pferde als Feedbackgeber? Führungstraining mit Friesenpferden?

Was in Management-Rollenspielen gegenüber Trainern und Teilnehmern durch geschicktes Agieren verborgen werden kann, kommt beim Medium Pferd ans Tageslicht: Unsicherheit, Überheblichkeit, Machtgelüste, Kompromisslosigkeit, Übereifrigkeit, Arroganz. Auch wenn ein Manager den einen oder anderen Schwachpunkt in seinem Führungsverhalten ahnt, er wird ihn ich selbst gegenüber selten zugeben - und anderen gegenüber schon gar nicht. Wie bekomme ich Manager dazu, ihr unbewusstes Führungsverhalten zu offenbaren, es zu erkennen und daraus positive Schlussfolgerungen zu ziehen - und das alles ohne Gesichtsverlust?

Pferde sind vorurteilslose, absolut klare Spiegel. Sie akzeptieren Ehrlichkeit, Vertrauen und Stärke. Sie folgen demjenigen, der weiß wohin er will - und der von der Richtigkeit seines Weges überzeugt ist. Diese Eigenschaften sind die Grundlagen des Führungstrainings der G&K HorseDream GmbH, früher auf der Fenwick Farm im Odenwald, seit Oktober 2009 auf Gut Klein Nienhagen, 20 Minuten von den Ostseebädern Heiligendamm, Kühlungsborn und Rerik entfernt.

In vier aufeinander aufbauenden Übungen haben die meisten Teilnehmer den ersten unmittelbaren Kontakt zu Pferden. Und es sind besondere Pferde: Friesenpferde - besonders groß, besonders dominant, besonders kooperativ. Für die Teilnehmer gehört eine Portion Mut dazu, sich den Pferden zu nähern.

Es beginnt mit einer Beobachtungsphase der Pferde. Welche Eigenschaften lassen sich erkennen? Wer ist der Chef der Gruppe? Mit wem würde ich mich selbst vom Verhalten her am ehesten identifizieren? Bei der Auswertung dieser Übung zeigen sich Unterschiede in der persönlichen Beurteilung. Nicht der erhabene, beeindruckende, größte der Friesen ist der Boss. Großes Erstaunen in der Runde. Aber die Erklärungen sind einleuchtend. Führung macht sich hier völlig anders bemerkbar: Wer führen will muss dienen können, eine Ansicht, über die sich kaum jemand bisher Gedanken gemacht hat.

Die zweite Übung erfordert die innere Überwindung jedes einzelnen, das Verlassen der "Komfortzone". Denn es geht um den direkten Kontakt zum Pferd. Natürlich ist nicht jeder, der nun eines der Friesenpferde "führen" kann, automatisch eine Führungskraft. Aber jeder, der die Seminarübung absolviert, weiß, wo seine eigenen Stärken liegen und an welchen Schwächen er gegebenenfalls arbeiten muss.

Anschließend geht es um die Frage der Sensibilität. Sehe ich, was meinen Mitarbeiter gerade bewegt. Ist er offen für meine Anforderungen? Welche Dominanzmittel stehen mir zur Verfügung? Oder ist alles nur Kooperation? Diese Übung, Thema "Distanz und Nähe", ist der zentrale Abschnitt des Seminars. Denn sie setzt mit unglaublicher Präzision und Geschwindigkeit Erkenntnisse über Führungsqualitäten frei und deckt schonungslos Führungsdefizite auf. Die Ergebnisse sind für die ausführenden Teilnehmer genauso überraschend, wie für die zuschauenden.

Bei dem einen offenbart sich ganz unverkennbar eine Antreibermentalität, die dem Mitarbeiter keinerlei Pause gönnt. Beim nächsten zeigt sich, dass er Schwierigkeiten beim eindeutigen Artikulieren seiner Anweisungen hat. Dem Dritten läuft das Pferd davon, denn es gelingt ihm gar nicht erst, den notwendigen "zwischenmenschlichen" Kontakt herzustellen. Und Führungsstrukturen, auf die er sich zurückziehen könnte, gibt es hier nun mal nicht.

Aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Beim zweiten Pferd, das zum Einsatz kommt, funktioniert es plötzlich: Der gegenseitige Respekt ist da, aus Distanz wird Nähe, das Pferd folgt wie durch eine unsichtbare, mentale Verbindung. Pferd und Mensch wirken wie eine Einheit. Es sieht aus, als würden sich beide schon seit langer Zeit kennen und vertrauen.

Im vierten Teil des Seminars geht es darum, sich selbst, das Pferd und eines von drei möglichen Zielen realistisch einzuschätzen. Zum Abschluss ein Erfolgserlebnis. Doch der Erfolg setzt vernünftige Planung und richtigen Umgang mit den Ressourcen voraus. Und manchmal hilft es auch, nachträglich das Ziel zu modifizieren.

Das alles findet ohne Rollenspiel und ohne Psychodiskussion statt. Die Erlebnisse wirken über die rechte Gehirnhälfte auf das Bewusstsein ein und überschreiben vorhandene Bilder. Dem Feedback der Pferde kann sich niemand entziehen. Es ist direkt, absolut eindeutig und vor allem ist es frei von jedem Hintergedanken.

Was nehmen die Teilnehmer mit in ihren Führungsalltag? Die Erkenntnis, dass das erste Ziel jeder Führungstätigkeit das Herstellen einer Atmosphäre des Vertrauens und des gegenseitigen Respektierens ist. Dass dies allein aber nicht ausreicht, um vereinbarte oder vorgegebene Ziele zu erreichen. Dass es darauf ankommt, sich aus einem Repertoire von integren, transparenten Verhaltensweisen intuitiv bedienen zu können. Und dieses Repertoire kann nicht mechanisch von oben oder von außen aufgefüllt werden. Es muss in der bewussten, persönlichen Auseinandersetzung mit den täglichen Führungs- und Entscheidungsprozessen entstehen, erweitert und optimiert werden.

Das Seminar ist hierfür die Initialzündung - nicht mehr, aber auch nicht weniger.


Autor:


stern, Januar 2009

Competence Site
Interview


Flyer

 

Gerhard J. Krebs M.A. (Jg. 1949) studierte Politikwissenschaft, Literatur und Sprachen an der Universität Hamburg, arbeitete als Geschäftsführer im Bereich der Neuen Medien und als Manager und Consultant eines großen Internetunternehmens.

1996 gründete er zusammen mit seiner Frau Karin die G&K HorseDream GmbH, 2004 die European Association for Horse Assisted Education (EAHAE). Seit 1998 ist er mit einem pferdegestützen Seminarkonzept für die Weiterbildung von Führungskräften und die Teamentwicklung auf dem Markt.

Er lebt mit seiner Frau und seinen Pferden seit Oktober 2008 auf Gut Klein Nienhagen, in der Nähe der Ostseebäder Heiligendamm, Kühlungsborn und Rerik und gibt neben offenen Seminaren und firmeninternen Trainings sein Know-how an eine inzwischen internationale Trainer-Clientel weiter.

Gemeinsam mit inzwischen 60 lizenzierten HorseDream Partnern bietet HorseDream Seminare, Coaching und Teamtraining in Österreich, der Schweiz, Dänemark, Schweden, Italien, Spanien, England, Schottland, Ungarn, Polen, Türkei,  Kanada und den USA an.

Video zum Seminarort nahe der Ostsee:
 Gut Klein Nienhagen

 


HorseDream Logo

HorseDream ist ein international eingetragenes Warenzeichen
der G&K HorseDream GmbH

G&K HorseDream GmbH
Private Akademie für Pferde, Führung und Kommunikation
Gut Klein Nienhagen, Ahornallee 11, D-18236 Kröpelin (OT Klein Nienhagen)
Telefon  038292 820994, Telefax 038292 820995
Mobil +49 170 327 81 81
E-Mail: office@horsedream.de

HorseDream ist Initiator und Gründungsmitglied der
European Association for Horse Assisted Education (EAHAE),
die als Non-Profit-Center der G&K HorseDream GmbH
geführt wird.

Last Update: 2009-10-28

G&K HorseDream. Vogue Business.

Home  Seminare  Termine  Fragen  Presse  Referenzen  Bücher  Impressum  Sitemap  Links